Dickenmesssystem mit digitaler, berührender Messwerterfassung

C-2501

DMS-C-2501

Das Dickenmesssystem besteht aus einem oder zwei Messköpfen — je nachdem, ob gegen eine Referenz oder absolut gemessen werden soll —, einer Auswerteeinheit und einer mechanischen Aufnahme, die als C-Bügel (C-2501), O-Rahmen (O-2501) oder traversierendes System ausgeführt sein kann.

Das Messprinzip entspricht im Wesentlichen der Wegerfassung bei einem Winkelencoder. Als Referenzmaßstab dient ein Quarzglaskörper mit aufgedampfter Strichgitterteilung. Die absolute Teilungsgenauigkeit beträgt bei 50mm Messweg 0,25µm, was der unmittelbaren internen Auflösung des Systems entspricht.

Durch eine optoelektronische Abtastung des Strichgitters mit 25kHz werden die Einzelmesswerte erzeugt und durch Differenzbildung zur Dicke verrechnet.

Die digitalen Messsysteme sind in die völlig gekapselten, hermetisch dichten Messköpfe integriert. Jeder Messkopf stellt eine in sich geschlossene Funktionseinheit dar und kann beliebig an unterschiedliche Messgestelle angebaut werden. Diese Flexibilität ermöglicht eine problemlose Erweiterung vorhandener Anlagen und gewährleistet einen leichten Service durch Austausch von kompletten Komponenten.

Die mikroprozessorgesteuerte Elektronik führt alle Maschinenfunktionen und überwachungen aus und übernimmt die Messdatenaufnahme und Auswertung. Das Messergebnis wird digital als Zahlenwert und zusätzlich als wandernder Leuchtpunkt angezeigt. Die analoge Leuchtpunktanzeige sowie die automatische Toleranzüberwachung ermöglichen eine Trendbeobachtung der Messergebnisse aus großer Entfernung. Das System ist mit zwei Analogausgängen, einer RS 232 Schnittstelle, 8 digitalen Ausgängen, 8 digitalen Eingängen und zwei zusätzlichen Messwerteingängen lieferbar. Die analogen Ausgänge können direkt für Steuerungsaufgaben genutzt werden.

Für Mehrspurmessungen wird das Auswertegerät durch einen Industrie-PC ersetzt. Speziell bei der Langzeit-Datenerfassung und der visuellen Darstellung von Messwerten, Trendkurven und Statistiken (SPC) bieten sich hierdurch umfangreichere Möglichkeiten.

Zusammenfassend bietet die Digitaltechnik folgende Vorteile gegenüber analogen Messverfahren:

  • hohe Genauigkeit unabhängig vom Messbereich
  • hohe Störsicherheit
  • hohe Reproduzierbarkeit
  • keine Messwertverfälschung durch thermische Einflüsse (Drift)
  • sichere Signalübertragung über längere Strecken
  • hohe Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit
  • umfangreiche Selbstüberwachung


Elektronisches Auswertegerät DMS 6070

Die mikroprozessorgesteuerte Elektronik des DMS 6070 führt alle Maschinenfunktionen und Überwachungen aus und übernimmt die Messdatenaufnahme und -auswertung.
Das Messergebnis wird digital als Zahlenwert und zusätzlich als Analogwert mit einem wandernden Leuchtpunkt angezeigt. Der Leuchtpunkt bewegt sich zwischen der unteren und oberen Toleranzgrenze (UT und OT), die jeweils mit Hilfe der Tastatur eingegeben wird.
Überschreitet der Messwert die vorgegebene Toleranz, blinkt die digitale Anzeige.
Die analoge Leuchtpunktanzeige sowie die automatische Toleranzüberwachung mit blinkender Anzeige bei Toleranzüberschreitung ermöglichen eine Trendbeobachtung der Messergebnisse aus großer Entfernung. Unzulässige Maßabweichungen können sofort und deutlich erkannt werden, ohne dass der Zahlenwert ständig exakt abgelesen werden muss.



Ausstattung:

  • digitale Anzeige des Messergebnisses (Zahlenwert), Anzeigenhöhe 14 mm
  • analoge Anzeige des Messergebnisses mit Leuchtpunkt
  • automatische Toleranzüberwachung mit optischem Signal bei Toleranzüberschreitung
  • automatische Mittelwertberechnung
  • Minimal- und Maximalwertanzeige
  • automatisches Kalibrieren nach jedem Messvorgang
  • 2 Analogausgänge (Option)
  • 1 serielle Schnittstelle (Option)
  • 4 Digitalausgänge
  • 4 Digitaleingänge (Option)
  • automatisches öffnen der Messköpfe bei Bandende durch Lichtschrankensignal (Option)
  • Fernbedienung (Option)
  • kundenspezifische Anpassungen durch Softwareänderungen leicht möglich (Option)

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Design: Karsten Knott, Liliencronstraße 3, D-30177 Hannover, email: k.knott@t-online.de