
Anwendungen in der Roboterindustrie |
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Was kann der Robo-spy Sensor ?
![]() Darstellung des Schweißbrenners mit dem Sensorkopf Es sind jedoch auch andere Lösungen außerhalb der Schweißtechnik möglich, wie z.B. Kleben, Handling oder Vermessungsaufgaben. Wie funktioniert die Messung ?
Der Messkopf besteht funktionell aus einer Laser - Sendediode und einem CCD - Aufnehmer und liefert mittels Triangulation eine der Entfernung entsprechende Spannung. Durch Bewegung des Sensorkopfes mit dem Roboter quer über eine Naht kann durch sehr schnelle Abtastung des Sensorsignals ein Höhenprofil des zu vermessenden Objektes generiert und ausgewertet werden. Die Bewegungsgeschwindigkeit des Roboters ( = Suchgeschwindigkeit) kann hierbei 100 mm/sec betragen oder falls erforderlich auch mehr, je nach Anwendung. Die Suchfahrt wird hierbei so gewählt, dass die zu suchende Kante oder Charakteristik vom Laserstrahl überstrichen wird. Danach kann mittels Bildverarbeitung die Position des TCP und das Spaltmaß erkannt und an die Robotersteuerung übermittelt werden. Der Roboter fährt danach auf die berechnete Position und führt das Arbeitsprogramm aus, wobei die Anstellung oder der Winkel des Brenners von der Orientierung bei der Suchfahrt völlig unabhängig ist.
Für jede Naht oder Suchfahrt kann ein eigenes Nahtmuster definiert werden. Dieses Nahtmuster wird dann an der erforderlichen Stelle im Roboterprogramm aufgerufen. Die gesicherte serielle Kommunikation zwischen Sensor und Robotersteuerung stellt sicher, dass der Nahttyp eindeutig erkannt wird, womit eine universelle Programmierung möglich ist.
Beispiele von Auswertungen:
![]() Vermessung I-Naht am Stumpfstoß an verschiedenen Objekten. (Blechstärke = 1 mm)
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| rot: | Messsignal (Höhenprofil) |
| gelb: | aufgesetztes Nahtmuster |
| gelbes X : | gefundene Position für den TCP |
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Die Auswertung bearbeitet zuerst das aufgenommene Messsignal (Filter, Gültigkeitsbewertung,..). Danach wird das ausgewählte Nahtmuster nach Analyse und mathematischer Berechnung auf das Signal „aufgesetzt“. Je nach Charakteristik besteht das Nahtmuster aus unterschiedlich vielen Segmenten (gelbe Linien). Die Erkennung und Auswertung ist sehr schnell (< 50 Millisekunden) und zuverlässig. Die 2 Vermessungen in Abb. 2 verwenden das gleiche Nahtmuster und obwohl die Winkel und Geometrieverhältnisse sehr unterschiedlich sind, stimmt das Findergebnis (Toleranz +/- 0,1 mm).
Welche technischen Eigenschaften besitzt der Messkopf ?
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| Nominalabstand Sensor: | 150 mm |
| Erfassungsbereich: | 110 - 190 mm |
| Laserwellenlänge: | 675 nm |
| Laserklasse: | 3A |
| Leistung Laser: | 4,5 mW |
| Auflösung Tiefe: | 0,03 mm |
| Auflösung Seite: | 0,05 mm |
| Suchgeschwindigkeit: | 100 mm/sec |
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Um Verschmutzung der Optik zu vermeiden, ist der Sensorkopf mit einer pneumatisch angesteuerten Klappe verschlossen, die nur zum Messen geöffnet wird. Überdies wird der Kopf ständig mit geringem Druck ausgeblasen um im Inneren einen Überdruck zu erzeugen, der Verschmutzung durch Schmauchniederschlag verhindert. Zur Sicherheit wird der Zustand der Klappe (offen / zu) abgefragt. Die Auswahl der verwendeten Materialien für Klappe und Gehäuse verhindert weitestgehend ein Festkleben von Löt - oder Schweißspritzern. Die Zuleitungen zur Versorgungseinheit laufen parallel zum Roboterschlauchpaket in einem eigenen flexiblen Schutzschlauch. Durch die Laserklasse 3A sind keine teuren Schutzeinrichtungen erforderlich. Aus welchen Komponenten besteht das Robo-spy-System ?
Das System ist für KUKA KRC1 / VKRC1 ab der Softwareversion 1.3.17 Patch f einsetzbar. Es sind zur Zeit Erweiterungen für KRC2 / VKRC2 in Arbeit. Bei der Erstellung der Benutzeroberfläche wurde besonderes Augenmerk auf die Anforderungen der Automobilindustrie gelegt.
Mit den Messergebnissen des Sensors kann die Arbeitsposition gegenüber der ursprünglichen Referenz verschoben werden. Desweiteren können die Prozessparameter dem Spaltmaß entsprechend verändert werden (z.B. Strom, Spannung, Geschwindigkeit). Ebenso ist es möglich andere Programme aufgrund der Messergebnisse aufzurufen (z.B. Pendeln). All dies verbirgt sich hinter Makros und bedarf keiner besonderen Schulung oder Änderung der bekannten Bedienung.
Die Programmierung mit dem Sensor ist ohne Mehraufwand möglich. Das Grundsystem KUKA VKRC1 und KRC1 ist tausendfach erprobt. Die Robo-spy - Technologie ist als technische Zusatzfunktion (eigenständige Technologie) entwickelt worden.
Durch den Einsatz von Standardkomponenten (Industrie-PC mit Standardhardware) rund um diese Applikation sind die Installationskosten gering. Nachrüstungen in bestehenden Zellen sind mit zeitlich geringem Aufwand durchführbar und dort zu empfehlen, wo sich durch den Einsatz des Systems Nacharbeit und Kosten vermeiden lassen.
Sämtliche Unterlagen und Dokumentationen stehen in Landessprache zur Verfügung.
Da der Robo-spy Sensor zuerst misst und dann den entsprechenden Programmteil verschiebt, hat ein typisches Programm in etwa folgendes Aussehen: |
| Aktion | Tätigkeit | Zeitaufwand |
| Zustellen | Roboter & Sensor bewegen sich zum Startpunkt der Suchfahrt | Gesamt ca. 3 Sekunden |
| Suchfahrt | Roboter bewegt den Sensor vom Startschritt zum Endpunkt der Suchfahrt; der Sensor scannt das Objekt |
| Arbeitsposition anfahren | Sensor berechnet das Ergebnis, der Roboter kalkuliert die Verschiebung und die Prozessparameter. Die berechnete Position wird angefahren |
| Prozeß | Arbeitsprogramm wird ausgeführt | Nach Anwendung |
| Wegfahren | Roboter fährt zum nächsten Schritt | Nach Anwendung |
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Bildschirm zu einer Folge mit Verwendung des Robo-spy - Sensors. Es wird die Suchfahrt Nr. 21 (SF_21) ausgeführt.
![]() Bildschirm mit einer typischen Folge mit dem Robo-spy Sensor (VKRC1) Welche Optionen können angeboten werden ?
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